Die wichtigsten Tipps für die Campingausrüstung

Sei es der entspannende Ausgleich zum Alltagsstress oder ein herausfordernder Abenteuerurlaub. Egal, wie und mit welchem Hintergrund der Camper sich in die Natur begibt – um das Outdoor Erlebnis richtig genießen zu können, ist die passende Campingausrüstung essenziell.

Natürlich ist die Wahl des Equipments vom individuellen Anspruch, den Klimabedingungen, der Dauer des Aufenthalts und den geplanten Aktivitäten abhängig. Dennoch gibt es einige grundlegende Dinge, die du immer dabei haben solltest.

Campingausrüstung – Die Basics

Schlafen im Freien & die richtige Kleidung

Anfangs ist es wichtig zu klären, unter welchen Bedingungen du dich in der freien Natur aufhalten wirst. Camping muss nicht immer bedeuten, in einem Zelt zu schlafen. Es gibt auch die Möglichkeit in einem Caravan oder Wohnwagen zu nächtigen. In dem Fall sind die Schlafbedingungen natürlich einfacher, denn es gibt mehr beim Schlafen im Zelt zu beachten.

Wer mit dem Wohnwagen unterwegs ist, sollte beim Packen nicht nur auf Schlafkomfort achten, sondern auch alles fürs Auto einpacken. Werkzeug, Reservereifen, extra Benzin, Karten und Seile zum Sichern der Campingausrüstung und von Lebensmittel gehören unbedingt dazu.

In erster Linie sollte sich deine Campingausrüstung den Wetter- und Klimabedingungen anpassen. Vor deinem Camping Urlaub solltest du daher immer den Wetterbericht zurate zu ziehen und sich über das allgemeine Klima in der jeweiligen Region informieren. Wichtig ist bei den Temperaturen vor allem, nicht nur auf die Tagestemperaturen zu achten. Oftmals kann die Gradzahl mit Einbruch der Dunkelheit um einiges sinken und dafür solltest du bei deiner Campingausrüstung entsprechend vorsorgen.

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Selbst in warmen Regionen ist es empfehlenswert, zur Sicherheit eine passende Ausrüstung dabei zu haben. Wer mit seinem Camping eine ausgiebige Wanderung verbindet, sollte allerdings nicht zu viel einpacken – immerhin musst du alles selber tragen. Hier kommt dann gute Thermokleidung ins Spiel. Natürliche, warmhaltende Stoffe sind vor allem Fleece und Wolle. Unterschätze nicht, wie viel Wärme speichernde Kleidung ausmacht. Sinnvoll ist es auch, atmungsaktive und wärmeisolierende Funktionsunterwäsche zu tragen – auf die richtige Temperatur zu achten ist bei der Campingausrüstung mitunter am wichtigsten!

Zur Wärmespeicherung kann auch der richtige Schlafsack sehr viel ausmachen. Es gibt Schlafsäcke, die besonders für den Sommer geeignet sind und welche, die sich gut für Winterbedingungen eignen. Allgemein kann man sagen, dass du ab 0° C Nachttemperatur zu einem Winterschlafsack greifen solltest. Allerdings gilt, dass bestimmte Faktoren, wie hohe Luftfeuchtigkeit und starker Wind, die das Wärmeempfinden stark beeinflussen können.

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Wenn die Wetterbedingungen es erlauben, solltest du trotzdem auf Sommerschlafsäcke oder 3-Jahreszeiten-Schlafsäcke zurückgreifen, da diese oft den Vorteil haben, weniger zu wiegen und dir somit, besonders bei knappem Stauraum, den Transport erleichtern können. Wie auch bei der Wahl der Kleidung ist es wichtig, dass auch der Rest der Campingausrüstung nicht zu viel wiegt – egal ob du mit dem Auto anreist oder wanderst, pack nur das nötige ein für deinen Campingtrip.

Auch bei der Wahl eines Zelts geht es vor allen Dingen ums Gewicht und darum, die richtige Größe zu finden. Zelte bieten oft nur wenig Stauraum, was kein Problem ist, wenn du es nur zum Schlafen benutzt. Allerdings solltest du bedenken, dass Lebensmittel und der Rest der Campingausrüstung über Nacht auch sicher vor Wetter und Tieren untergebracht sein müssen – da lohnt es sich lieber ein etwas größeres Zelt zu nehmen. Wenn du mit einer Gruppe von Freunden oder der Familie campst lohnt sich ein Vorzelt, was als Wohnzimmer fungiert und Platz zum Aufenthalt außerhalb der Schlafzeiten bietet.

Natürlich darf auch eine Isomatte nicht fehlen, denn die schützt nicht nur vor einem feuchten Boden, sondern macht das Schlafen im Freien zusätzlich noch um einiges gemütlicher.

Wie schützt man sich beim Camping vor Insekten?

Neben Kälte können auch Insekten oft ein Problem sein, das die Nacht unnötig beanspruchend macht. Besonders in Regionen, in denen es krankheitsübertragende Mücken gibt, sollte man kein Risiko beim Schlafen im Freien eingehen. In dem Fall ist es extrem wichtig, ein Moskitonetz dabei zu haben. Manche Netze werden mit Mückenschutz-Mittel imprägniert und sind besonders empfehlenswert für gefährdete Gebiete wie Afrika, Südamerika und Asien.

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Außerdem solltest du einen guten Mückenschutz dabei haben, um dich selber von Kopf bis Fuß einzusprühen. Für abends gibt es oft besondere Räucherstäbchen oder Kerzen gegen Insekten, die du anzündest.

Zudem gibt es entsprechende Mückenschutz-Bekleidung von Hemden und Hosen bis hin zu Hüten mit integriertem Netz.

Welche Campingausrüstung braucht man zum Kochen?

Zur Verpflegung ist es natürlich besonders wichtig, einen Campingkocher dabei zu haben. Die meisten Geräte werden mit entsprechenden Gasbehältern betrieben. Manche Kocher verfügen über Zündungen, sodass kein Streichholz oder Feuerzeug mehr nötig ist. Da Feuerzeuge oder Streichhölzer praktisch keinen Platz wegnehmen, sollte man dennoch immer eins davon dabei haben, denn man weiß nie, wann man es benötigen könnte.

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Für die Nutzung des Kochers ist außerdem das Kochgeschirr essenziell – auch dies ist ein wichtiger Bestandteil der Campingausrüstung. Oft kann man gesamte Sets kaufen, in denen gleich alles Wichtige dabei ist. Wenn jedoch nur der einzelne Campingkocher gekauft wird, braucht man als Grundausrüstung noch einen Topf, einen Wasserkessel und eine Griffzange. Auch ein Windschutz für die Gasflamme kann bei entsprechendem Wetter sehr hilfreich sein. Neben der Töpfe solltest du natürlich das restliche Campinggeschirr nicht vergessen, d. h. Schüsseln und Besteck zum Essen und zum Zubereiten des Essens.

Welche Campingausrüstung braucht man sonst noch?

Damit hast du die Basics für deinen Campingtrip erfüllt, es gibt, aber auch noch weitere Dinge, die deinen Urlaub im Freien besonders komfortabel machen können. Besonders praktisch sind sogenannte Solarduschen. In einen schwarz gefärbten Behälter kannst du Wasser füllen, welches in der Sonne aufgewärmt wird und dann zum Duschen benutzt werden kann. Selbstverständlich setzt dies das passende Sonnenwetter voraus.

Auch ein Campingtisch und Campingstühle gehört zur Grundausstattung fürs gemütliche Campen und das gerade im Sommer. Wenn du nicht wanderst und genug Stauraum hast, kannst du außerdem Campingliegen, Hängematten oder ein Campingbettgestell mitnehmen. All diese Dinge sind faltbar und leicht transportabel. Um die Abende unter freiem Himmel zu genießen, bietet es sich dann noch an, Kerzen und die etwas sicheren Stehlampen dabei zu haben.

Neben grundlegendem Werkzeug wie Taschenmesser und Stirnlampe ist außerdem ein Erste-Hilfe-Set wichtig. Für Spaß unterwegs solltest du Spielkarten mitnehmen und für Aktivitäten ohne Strom planen – ein Fernseher oder das Tablet gehören nicht zur Campingausrüstung!

Du solltest allerdings sicher stellen, dass du einen extra Akku fürs Handy dabei und genug Batterie hast, um im Notfall telefonieren zu können. Außerdem gibt es inzwischen viele nützliche Apps, die auch ohne Wifi Straßen- oder Wanderkarten bieten, dir das Wetter vorhersagen oder Sternbilder bestimmen.

Wer in der freien Natur campen will, muss nicht nur die Gesetze des jeweiligen Landes beachten – Wildcampen ist in vielen europäischen Ländern untersagt – sondern auch noch ein paar andere Dinge zur Campingausrüstung packen. Feuchttücher, Reisehandtuch und ein Stück biologisch abbaubare Seife sollte in deinem Reisegepäck dann auf keinen Fall fehlen.

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Wenn du all diese Dinge beachtest und auf deine individuellen Campingwünsche und -erfahrungen abstimmst, dann kann einem tollen Campingerlebnis nichts mehr im Wege stehen. Aber nicht vergessen: Auch bei spontanen Trips ist die richtige Campingausrüstung entscheidend!