[Italien] 5 Peinlichkeiten, die Sie vermeiden sollten

Wer in Italien urlauben und dabei nicht in unangenehme Fettnäpfchen treten will, sollte sich die folgenden Regeln gut durchlesen. Danach sollte im Normalfall nichts allzu Peinliches mehr passieren.
Denn so kompliziert denken und handeln Italiener nun auch wieder nicht. Ob in Rom (ab 81€ auf Checkfelix), Neapel (ab 60€ auf Checkfelix) , Mailand (ab 90€ auf Checkfelix) oder Venedig (ab 130€ auf Checkfelix), grundsätzlich gilt in ganz Italien folgendes: Respektiert man deren Gewohnheiten und lobt bei jeder Gelegenheit das italienische Essen, die italienische Mode und das Wetter, kann man eigentlich nicht mehr viel falsch machen.

1. Trinkgeld sorgt für Verwirrung

Trinkgeld zu geben hat sich in Italien nie wirklich durchgesetzt. Da dieses schon in der Rechnung inbegriffen ist, ist es sogar sehr unüblich, die Summen aufzurunden. Meist wird das dann mit einem eher ratlosem Blick der Kellner quittiert. In manchen Bars und Cafés wird das Geben von Trinkgeld sogar als unhöfliche Touristen-Angewohnheit gesehen. Um nicht unangenehm aufzufallen, ist es also am besten einfach gar kein Trinkgeld zu geben oder maximal ein bisschen Wechselgeld am Tisch liegen zu lassen – so machen das auch die Italiener.

2. Absolut verpönt: Cappuccino am Nachmittag

Natürlich werden Touristen bedient, wenn sie in der Sightseeing-Pause am Nachmittag einen Cappuccino bestellen. Ein Italiener würde zu dieser Tageszeit aber keinesfalls Cappuccino oder Latte Macchiatto trinken. Diese beiden Kaffee-Variationen werden in Italien nur zum Frühstück oder maximal bis Mittag konsumiert. Wer unnötige Aufmerksamkeit vermeiden will, sollte nach Mittag nur noch Espresso bestellen.

3. Zuerst bezahlen, dann bestellen? Oder umgekehrt?

Die Kassa neben dem Eingang in vielen Eisdielen und Bars sorgt oft für Verwirrung. Zumeist ist sie ein sicheres Zeichen dafür, dass man Kaffee oder Eis vor der Bestellung bezahlt und erst danach mit dem Kassenzettel („scontrino“) bestellt, was man schon gezahlt hat. Das ist übrigens nicht nur in Italien so, sondern auch in manchen anderen Ländern.

4. Konfusion durch gemeinsame Rechnung

In Italien ist es nicht unüblich, mit vielen Freunden oder in größeren Gruppen essen zu gehen. Dass man danach nur eine Rechnung für den ganzen Tisch bekommt, ist für Touristen oft überraschend und unangenehm. Ein absolutes No-Go ist es aber, für jede Person eine eigene Rechnung zu verlangen. Auch das akribisch genaue Teilen der gemeinsamen Rechnung wird eher beschmunzelt. Üblicherweise bezahlt jede Person die gleiche Summe, unabhängig davon, wie viel sie konsumiert hat. Dabei sollte man auch auf keinen Fall die Kosten für das Gedeck („coperto“) vergessen. Um die Rechnungssumme fair aufteilen zu können, gibt es übrigens einige praktische Apps, mit deren Hilfe man sich die lästige Rechnerei sparen kann.

5. Ungewöhnlich späte Essenszeiten

Wer nach guter österreichischer Gewohnheit gegen 19 Uhr zu Abend essen möchte, muss damit rechnen, schräg angesehen zu werden. In Italien wird üblicherweise erst ab 21 Uhr gegessen, dafür kann eine Mahlzeit dann mehrere Stunden dauern. Als Grundregel kann man festhalten: Je weiter man in den Süden kommt, desto später wird gegessen. Das gilt übrigens auch für das Mittagessen, das Italiener nicht selten erst am Nachmittag zu sich nehmen. Österreichische Essenszeiten werden auf der stiefelförmigen Halbinsel eher belächelt. Wer es vor lauter Hunger nicht mehr aushält, kann vor dem Abendessen natürlich jederzeit einen Aperitivo zu sich nehmen und dazu ein gutes Glas Vino della Casa genießen.

Wer diese fünf Tipps befolgt, sollte zumindest in Restaurants und Bars durchkommen, ohne bloßgestellt und belächelt zu werden. Natürlich warten auch außerhalb von Lokalen einige Fettnäpfchen, denen man ohne näheres Wissen über die lokalen Umgangsformen kaum entwischen kann. Aber gerade im Urlaub sollte man sich darüber vielleicht doch nicht zu viele Gedanken machen. Denn erstens ist es sehr wahrscheinlich, dass man ohnehin sofort als Tourist erkannt wird, und zweitens kennt man die meisten Leute sowieso nicht.