Welche Ausflüge von Peking sollte man machen?

Eine Reise nach Peking ist nicht nur horizonterweiternd, sondern noch dazu leistbar. Jedoch kann einem nach einigen Tagen Peking schon mal die Decke auf de Kopf fallen, und man sehnt sich nach einer Abwechslung und frischer Luft. Deshalb spielen Ausflüge von Peking aus eine wichtige Rolle!

Um einmal rauszukommen aus dem versmogten Pekinger Großstadt-Alltag empfiehlt es sich, einen Tagesausflug in die nähere Umgebung zu machen. Bleibt nur mehr eine Frage offen: Wohin wollen Sie fahren, denn die Zahl der interessanten Ziele ist groß?

Von Peking aus führe viele Tagesausflüge zu verschiedenen Teilen der Chinesischen Mauer, die die Landschaft rund um Chinas Hauptstadt dominiert. Wer davon nichts wissen will, hat auch andere Möglichkeiten und kann zum Beispiel ganz gemütlich einen Tag in abgelegenen Dörfern verbringen.

Ausflüge von Peking – der bekannteste Teil der Chinesischen Mauer

Bei Badaling, einer Gemeinde im Norden Pekings, liegt der Teil der Chinesischen Mauer, der von Touristen am häufigsten besucht wird. Das hat mehrere Gründe: Dieser Teil der Mauer ist gut erhalten, per Auto- und Eisenbahn leicht erreichbar und im Ort selbst wurden im Laufe der Zeit Restaurants und Hotels errichtet. Außerdem war im Jahr 1972 der damalige US-Präsident Richard Nixon während seiner China-Tour hier zu Besuch.

Wer keine Lust hat, eine geführte Tour zur Chinesischen Mauer zu machen, kommt auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Badaling. Vom Pekinger Nordbahnhof fährt mehrmals täglich der Schnellzug S2 Richtung Badaling, die Fahrt kostet pro Richtung rund €2,50 und dauert knapp eine Stunde. Noch billiger ist es, mit dem Bus 919 zu fahren, allerdings dauert die Reise damit eine Stunde länger. In jedem Fall sollte ihr Ausflüge von Peking wie diesen unbedingt machen – es lohnt sich!

Blick von der Chinesischen Mauer auf Peking

Außer Badaling gibt es noch ein paar andere Teile der Großen Mauer, die gut erschlossen und für Touristen zugänglich sind. Juyongguan und Mutianyu sind ebenfalls relativ nahe an Peking, Simatai ist etwas weiter entfernt. Vom Mauerabschnitt bei Simatai, der sich spektakulär am Grat eines Berges entlang windet, sieht man bei klarem Wetter bis ins 120 Kilometer entfernte Peking.

Wanderungen entlang der Großen Mauer

Wer im Peking-Urlaub gerne mal Sport treiben würde, kann stundenlang auf der Chinesischen Mauer entlang wandern. Zugang zur Mauer hat man einerseits an den gut erschlossenen Stellen, andererseits gibt es viele Teile, die wenig oder kaum erschlossen sind – und vielleicht gerade deshalb noch interessanter.

Wer die Große Mauer auf eigenen Faust erkunden will, sollte sich entweder ein Auto ausleihen und einfach mal drauf los fahren oder ein Taxi inklusive Fahrer für einen ganzen Tag buchen. Vorteil der Taxi-Variante: Sie werden nach der Mauer-Wanderung am Zielort abgeholt und müssen nicht wieder zu Fuß zurück.

Spätestens jetzt sollte zudem auffallen, dass Ausflüge von Peking aus auch ein echtes Abenteuer sein können. Man muss eben nicht alles immer so machen wie alle anderen Touristen!

Das Ende der Chinesischen Mauer am Meer sehen

Obwohl die Chinesische Mauer über 21.000 Kilometer lang ist und Österreich somit acht Mal umrunden könnte, muss sie irgendwo enden. Etwas östlich von Peking, bei Shanhaiguan, reicht die Mauer bis ans Meer heran und endet dann abrupt im Wasser.

Wer sich das einmal ansehen will, muss von Peking aus rund 300 Kilometer überwinden – zugegebenermaßen vielleicht etwas zu viel für normale Ausflüge von Peking aus. Das andere Ende der Großen Mauer befindet sich übrigens bei Jiayuguan in der Provinz Gansu.

Zu Besuch bei den Kaisern der Ming-Dynastie

Die Ming-Gräber sind ein riesengroßes Areal, auf dem sich 13 Kaiser der Ming-Dynastie bestatten ließen. Ganz in der Nähe von Badaling, am Fuße des Tianshou, hat Kaiser Yongle diese Grabstätte im frühen 15. Jahrhundert errichten lassen. Neben den Ming-Kaisern sind dort außerdem einige kaiserliche Konkubininnen und ein Eunuch begraben.

Am besten erhalten ist das Mausoleum von Yongle, das stark an die Verbotene Stadt im Zentrum Pekings erinnert. Das überrascht wenig, wenn man weiß, dass ebendieser Yongle auch die Verbotene Stadt erbauen ließ. Am häufigsten besucht wird das Ding Ling, die Grabstätte von Kaiser Wanli. Ausflüge von Peking sind aber gleich mehrere möglich, denn es gibt viele verschiedene Gräber.

Beeindruckend ist vor allem die Weitläufigkeit der Ming-Gräber, die über eine Fläche von rund 80 km² verteilt sind. Der Weg, der zu den verschiedenen Grabstätten führt, wird übrigens als Weg der Seelen bezeichnet und ist gesäumt von Menschen- und Tierskulpturen.

Ein Tag in einem abgelegenen Dorf

Wer sich weniger für Sightseeing interessiert, sondern einmal ein bisschen Ruhe genießen will, sollte vielleicht raus aus Peking und etwas Zeit in den umliegenden Dörfern verbringen. Mitten in den Bergen, in der Nähe des Xiangshui-Sees, liegt der kleine Ort Zhuanghu. Insgesamt wohnen dort nur 120 Personen, trotzdem gibt es einige Häuser, in denen man ein Zimmer mieten kann, um über Nacht zu bleiben. Wer sich kein Auto mieten will, kommt auch per Bus nach Zhuanghu, und zwar vom Bahnhof in Huairou etwas nordöstlich von Peking.