Die wichtigsten Florenz Sehenswürdigkeiten

Florenz war im 15. und 16. Jahrhundert eine der reichsten Städte Europas. Als Zentrum von Finanz- und Handelswesen war genug Geld vorhanden, um ein wenig in das Stadtbild zu investieren. Meister wie Leonardo da Vinci und Michelangelo wurden engagiert, um grandiose Bauwerke zu schaffen – und diese sieht man bis heute in den wichtigsten Florenz Sehenswürdigkeiten!

Florenz gilt nicht umsonst als die Wiege der Renaissance. Denn im 15. und 16. Jahrhundert haben sich die erfolgreichsten Bankiers mit den besten Künstlern zusammengetan und die Stadt architektonisch auf den neuesten Stand gebracht. Keine Familie hatte jedoch soviel mit dem kulturellen und wirtschaftlichen Aufstieg der Stadt zu tun wie die Medici. Erfahren Sie, bei welchen Bauten die Medici ihre Finger im Spiel hatten!

Natürlich gibt es aber auch viele Bauwerke und Sehenswürdigkeiten, die nicht mit den Medici in Verbindung stehen. Nach Florenz fliegt man von Wien aus nur knappe ein einhalb Stunden und kann dort mit dem Mietauto noch andere wunderschöne Orte in der Toskana besichtigen. 

Florenz Sehenswürdigkeiten – Piazza della Signoria

Das Zentrum der historischen Altstadt, die seit 1982 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, bildet die Piazza della Signoria. Auf dem L-förmigen Platz befinden sich einige Kunstwerke aus der Renaissance wie etwa der Neptunbrunnen, das Reiterstandbild Cosimos I. und eine Kopie von Michelangelos David.

Umrahmt wird die Piazza von wichtigen Gebäuden aus früheren Zeiten. In der Loggia dei Lanzi, wo einst Kundgebungen stattfanden, befindet sich heute ein Freiluftmuseum. Und schräg gegenüber ragt der Palast des Handelsgerichts in den Himmel. Die schönsten Florenz Sehenswürdigkeiten gibt es hier alle auf einen Schlag!

Palazzo Vecchio – ehemaliger Sitz der Regierung

Das wichtigste Gebäude auf der Piazza della Signoria ist aber der Palazzo Vecchio. Der Palast mit dem markanten Turm diente früher als Sitz der Regierung – deshalb wurde er früher auch als Palazzo della Signoria bezeichnet. Unter den Florenz Sehenswürdigkeiten gehört dieser Ort aber auch heute noch zu den wichtigsten!

Im Saal der Fünfhundert, wo der Große Rat tagte, haben einst Michelangelo und Leonardo da Vinci einen künstlerischen Wettkampf ausgetragen: Beide sollten jeweils eine Wand mit einem Gemälde einer Schlacht bemalen. Beide Werke blieben jedoch unvollendet.

Ponte Vecchio – eine fast aussichtslose Brücke

Die älteste Brücke in Florenz ist die Ponte Vecchio, die zur Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. Ungewöhnlich ist die Brücke deshalb, weil man nur durch sechs Bögen in der Mitte einen Blick auf den Fluss erhascht. Ansonsten verdecken eng aneinandergereihte Häuser die Aussicht.

Früher waren auf der Brücke Schlachter, Gerber und Goldschmiede angesiedelt, die dort ihre Abfälle schnell und einfach entsorgen konnten. Der historische Aspekt hat mit einer der schönsten der Florenz Sehenswürdigkeiten von heute wenig zu tun. Heutzutage befinden sich in den kleinen Geschäftslokalen hauptsächlich Juweliere.

Vasari-Korridor – ein geheimer Gang für die Herrscher

Um vom Palazzo Pitti in das ehemalige Amtshaus der Stadt, den Palazzo Vecchio zu gelangen, ohne vom gemeinen Fußvolk gesehen zu werden, ließ Cosimo I. de Medici einen Geheimgang errichten, der sich über die Jahrhunderte zu einer der spannendsten Florenz Sehenswürdigkeiten gemausert hat.

Der Korridor, der nach dem Architekten Giorgio Vasari benannt ist, beginnt im Palazzo Pitti und führt über die Kirche Santa Felicitá, die Ponte Vecchio und die Uffizien bis hin zum Palazzo Vecchio. Im Korridor selbst sind einige Werke bekannter Künstler ausgestellt, allerdings sind nur Teile des Korridors für Besucher geöffnet.

Santa Maria del Fiore und Giottos Glockenturm

Die Kirche Santa Maria del Fiore ist die Kathedrale der Stadt Florenz und durch die enorme Kuppel, die einen Durchmesser von 45 Metern hat, weltweit bekannt. Wie so oft ist der Innenraum mit herrlichen Fresken, Statuen und anderen Werken von Künstlern aus der Renaissance verziert.

Direkt neben dem Dom steht ein großer Glockenturm, der Campanile di Giotto. Mit einer Höhe von 85 Metern ist er rund 5 Meter niedriger als die Kathedrale. Giotto, der den Turm entworfen hat, wollte ihn ursprünglich über 110 Meter hoch bauen, dazu ist es nach seinem Tod aber nicht gekommen. Insgesamt befinden sich im Glockenturm 12 Glocken, von denen 7 regelmäßig läuten.

Baptisterium San Giovanni – Taufkirche von Florenz

Ebenfalls zum Florentiner Dom gehört das Baptisterium San Giovanni. Aufgrund seiner achteckigen Form wurde es lange für einen Marstempel gehalten. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden hier alle Einwohner von Florenz getauft. Wer zur richtigen Tageszeit den Weg ins Baptisterium findet, kann beobachten, wie das Sonnenlicht durch die sogenannte Laterne am Dach des Gebäudes genau auf das Taufbecken fällt.

Piazzale Michelangelo – toller Ausblick über Florenz

Einen schönen Blick über Florenz hat man vom Piazzale Michelangelo, der südlich des Arno die Dächer der Stadt überragt. In der Mitte des Platzes steht eine Kopie von Michelangelos David, außerdem finden sich dort einige andere Werke des Künstlers.

Da fast alle Touristenbusse den Platz ansteuern, herrscht dort so gut wie immer reger Betrieb, der der Aussicht ein bisschen den Charme nimmt. Florenz Sehenswürdigkeiten wie diese sollte man im Idealfall außerhalb der Hauptzeiten besuchen!

Galleria dell’Accademia – David im Original

Die Accademia di Belle Arti wurde Mitte des 16. Jahrhunderts gegründet und war damals die erste Akademie für Malerei in Europa. Heute befinden sich in der Galleria dell’Academia, einer großen Kunstsammlung, hauptsächlich Malereien, die zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert entstanden sind. Das bekannteste Ausstellungsstück ist wahrscheinlich aber der David von Michelangelo, der 1873 von der Piazza della Signoria hierher gebracht wurde.

Florenz ist das ganze Jahr über schön zu bereisen, vor allem aber im Frühling und im Herbst, in der Nebensaison. Nicht nur ist da viel weniger los, außerdem sind die Flugpreise deutlich günstiger.