Israel: Reisetipps für Tel Aviv, Jerusalem und Haifa

Israel ist in vielerlei Hinsicht ein unglaubliches Land. Wer nach Israel fährt sollte sich zuvor gut informieren und vorbereiten! Ein Flug nach Tel Aviv (ab 130€ auf Checkfelix) ist sicher nicht mit einem innereuropäischen Flug vergleichbar, die Sicherheitsvorkehrungen sind sehr strikt und zeitraubend. Wer die Einreise aber überstanden hat und die scheinbar nie enden wollenden Fragen des strengen Sicherheitspersonals beantwortet hat, dem steht eine großartige Zeit in Israel nichts mehr im Wege.

Tel Aviv: eine junge, hippe Stadt

Vor dem Flug nach Tel Aviv sollte man mindestens 3 Stunden vorher am Flughafen sein, das gilt auch für den Heimflug. Das israelische Sicherheitspersonal stellt scheinbar niemals enden wollende Fragen, zudem wird das Gepäck sowie das Handgepäck mehrmaligen gründlichen Untersuchungen unterzogen. Am Ben Gurion Flughafen (der übrigens als der sicherste Flughafen der Welt gilt) gelandet, wird man nochmals mit den gleichen Fragen konfrontiert und das Gepäck wird erneut genau inspiziert. Am Flughafen Tel Aviv wird die Einreise mit einem Stempel im Pass genehmigt, wenn möglich sollte dieser Stempel aber auf ein separates Stück Papier gedruckt werden, da sonst die Einreise in viele arabische Länder verweigert oder zumindest erschwert werden kann.

Tel Aviv ist eine junge, hippe Stadt, die viele Restaurants, Bars und Pubs zu bieten hat. Es gibt unzählige Sehenswürdigkeiten in Tel Aviv. In einem ganzen Stadtteil befinden sich etwa 4.000 Gebäude, im Stil des Bauhauses oder der Moderne. Das älteste Viertel Tel Avivs, das Jaffa-Viertel, findet man ganz einfach, in dem man die Strandpromenade entlang schlendert bis hin zum Jaffa Hafen.

Am besten man beginnt den Aufenthalt in Tel Aviv mit einem ausgedehnten Spaziergang am Meer in Richtung Jaffa-Hafen und arabisches Viertel. Hier befindet sich auch ein Flohmarkt, an dem allerlei Kitsch, aber auch Antiquitäten, Schmuck und Kleidung verkauft werden. Im arabischen Viertel gibt es kleine Obststände, die frisch gepressten Granatapfel- oder Orangensaft verkaufen. Kleine Bäckereien verkaufen frisches, klebrigsüßes Baklava und arabischen Minztee dazu. Im Künstlerviertel von Tel Aviv reihen sich kleine Designerläden an Schmuckgeschäfte von israelischen Künstlern. Dazwischen findet man marokkanische Möbel und Geschäfte, die gediegene Lederwaren verkaufen. Wer sich nach diesem Einkaufsbummel erholen möchte, findet hier immer wieder Kaffeehäuser mit Süßigkeiten, Minztee und Limonana (Limonade aus frischer Zitrone und Minzblättern).

Sehr empfehlenswert ist das israelische Essen. Das israelische Frühstück beinhaltet frisches Brot, Tahina-Aufstrich, Cream Cheese, Thunfischaufstrich, Schafkäse, Oliven, Eieromelette, sehr süße Marmelade und den typischen Salat aus Tomaten, Gurken, Olivenöl und Zitrone. Essen kann man in Tel Aviv wirklich ausgezeichnet!

Haifa: die Gärten des Bahai

Haifa

In Israel angekommen, haben wir mehrmals vernommen, dass man in Tel Aviv lebt, in Haifa arbeitet und in Jerusalem betet. Dies ist eine Weisheit, die ich nur bestätigen kann. Die drittgrößte Stadt Israels, Haifa, ist dennoch eine Reise wert, eine Industriestadt zwar, aber eine ausgesprochen sympathische und mit äußerst hübschen Vierteln, so etwa der Deutschen Kolonie, einer Straße, die voll ist mit Restaurants und Kaffeehäusern, in denen man stundenlang Tee trinken und Wasserpfeife rauchen kann! Am besten ist, man mietet sich in Tel Aviv ein Auto (ab 11€/Tag auf Checkfelix) und fährt die knappe Stunde, der Küste entlang, nach Haifa. Besonderer Tipp: das Restaurant Fatoush, ein arabisches Restaurant, mit vorzüglicher Küche und einem ausgesprochen nettem Garten, mit bunten Lampions und arabischen Leuchten.

Haifa ist für die hängenden Garten des Bahai bekannt, die man unbedingt besuchen sollte!

Jerusalem: Religiosität wohin man blickt

Jerusalem ist vor allem eins: sehr religiös. Anders als Tel Aviv, anders als Haifa. Die Altstadt ist sehr eng, es gibt hier mehrere Viertel, so etwa das armenische, arabische, christliche und jüdische Viertel. Alle Altstadtviertel unterscheiden sich stark voneinander. Die religiösen Stätten, wie der Ölberg, die Klagemauer und der Tempelberg werden häufig von Touristen und Pilgern besucht. Samstag, also der jüdische Feiertag Sabbat, ist die Stadt besonders interessant. Wenn am Freitag die Sonne untergeht beginnt der Sabbat und endet am Samstag Abend. In dieser Zeit sind jüdische Geschäfte, Restaurants und Cafés geschlossen. Auch hier bietet sich der Mietwagen (ab 11€/Tag auf Checkfelix) als Anreisemittel an. So bleibt man zeitlich flexibel, kann auch rund um Jerusalem Sehenswertes besichtigen, oder den  Ausflug ans Tote Meer kombinieren!

Restauranttipp!

Die Armenian Tavern, wie der Name schon andeutet, im armenischen Viertel gelegen, bietet ausgezeichnetes armenisches Essen, israelisches Bier und Wein an. Das Restaurant ist vollgestopft mit Antiquitäten und auch Schmuck kann man hier erwerben.

Adresse: Armenian Qt. 79

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 11:00 bis 22:00

In der Altstadt findet man zahlreiche Cafés, die leckeres Baklava anbieten: unbedingt kosten!

Das Tote Meer: der am tiefsten gelegene See der Erde

Von Jerusalem aus ist es nicht mehr weit an das Tote Meer. Entweder man nimmt an einer organisierten Tour teil, oder kauft sich ein Busticket nach Ein Gedi oder an einen anderen Ort am Toten Meer. Das Erlebnis Totes Meer sollte man sich nicht entgehen lassen! Im Toten Meer kann man aufgrund des hohen Salzgehalt des Wassers unmöglich untergehen, schwimmen ebenso wenig. Dem Meerwasser und Schlamm werden heilende Kräfte nachgesagt und ist vor allem für Menschen mit Haut- und Gelenksproblemen sehr gut.

Israel ist ein sehr vielseitiges Land mit bewegter Geschichte und vielen Problemen, deren man sich bewusst sein sollte. Vor allem in Jerusalem ist religiöse Toleranz wichtig. Generell ist das Land sicher, beim Betreten von Kaufhäusern, Flughäfen und Bahnhöfen wird sehr stark kontrolliert. Dennoch ist Vorsicht geboten bei größeren Menschenansammlungen etwa. Israel ist trotz aller Bedenken aber ein wunderschönes Land, das wirklich eine Reise wert ist!