Kunst, Kultur und Meer: schönes, unbekanntes, raues Belgien

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Über Brüssel haben wir ja schon in einem vorigen Blogpost berichtet. Dabei ist Brüssel mit Abstand nicht die schönste Stadt in Belgien. Brüssel ist chaotisch, laut und dreckig, aber bietet wunderschöne geheime Orte und Lieblingsplätze. Aber das dreisprachige Belgien hat noch einiges mehr zu bieten als nur seine Hauptstadt. Belgien hat einen Charme, der sich jedoch nicht unmittelbar erschließt. Mit der Zeit lernt man dieses Land jedoch lieben.  Die Städte könnten bei besserem Kennenlernen nicht unterschiedlicher sein. Belgien’s Charme ist ein rauer, das Land aber durchaus liebenswert. Es ist eine Mischung aus baroker Kirchen, flämischer Kunst, architektonischen Meisterwerken und rustikalen Hafenstädten, die Ruhe und Erholung bieten.

Brügge – das Venedig des Nordens

Brügge gehört zur Provinz Ostflandern in Belgien und ist mit 117.000 Einwohnern die größte Stadt Flanderns. Brügge wird gemeinhin mit Venedig verglichen und hält selbst bei näherem Hinsehen diesem Vergleich stand. Brügge ist verwinkelt, kleine Gassen schlängeln sich durch die mittelalterliche Altstadt (der übrigens UNESCO-Weltkulturerbe ist) neben den Grachten entlang. Abgesehen von einer Stadttour zu Fuß, kann man Brügge auch per Boot besichtigen. Die Kanäle, die durch die Stadt ziehen und an Amsterdam erinnern, nennen die Einheimischen Reien, nach dem Fluß Reie. Brügge hat 4 alte Stadttore, Gentpoort, Kruispoort, Smedenpoort und Ezelpoort. Das von Brüssel nur eine halbe Stunde entfernt liegende Brügge war schon mehrmals Schauplatz von Filmen, unter anderem „Brügge sehen und sterben“ (Colin Farrell).

Ghent – Stadt kultureller Aktivitäten und Feste

11-07-2009, Gent, Belgium.

Ghent ist die Hauptstadt der Provinz Ostflandern und hat 235.00 Einwohner, wobei es 32.000 Studenten gibt, was man auch am Stadtbild bemerkt. Die drittgrößte Stadt Belgiens liegt an einem wichtigen Hafen und bietet im Sommer ein großartiges Jazzfestival an, das in ganz Belgien geschätzt wird. Ghent kennt man vor allem durch kulturelle Ereignisse. Ghent ist weniger bekannt als das touristische Brügge. Die Sehenswürdigkeiten erstrecken sich vom im 15. Jahrhundert erbauten Rathaus, über die St. Nikolauskirche im gotischen Stil und die Grafenburg (Gravensteen) eine der bedeutendsten romanischen Burgen Belgiens. Mit dem Zug erreicht man Ghent einfach von Brüssel aus in einer halben Stunde (Direktverbindung von Brüssel Midi). Zugtickets sind in Belgien relativ günstig und die Größe des Landes erlaubt es, wirklich jede Stadt zu besuchen.

Antwerpen – kulturelles Zentrum und Modestadt Belgiens

Antwerpen ~ Petro Paulo Rubens

Antwerpen ist eine Hafenstadt und war im 15. und 16. Jahrhundert eine wichtige Handelsmetropole Europas und ein bedeutendes kulturelles Zentrum. Das Druckereimuseum Plantin-Moretus und der Turm der Liebfrauenkathedrale gehören zum UNESCO-Welterbe. Abgesehen von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, darunter auch das Wohnhaus und die Werkstatt von Peter Paul Rubens und das Jüdische Viertel, ist Antwerpen heute ein Modemekka und in Belgien für seine Modekultur berühmt.

Oostende – Stadt am Meer

Blankenberge

Oostende ist eine wirklich nette Hafenstadt, in der man – so in Belgien urlaubend – ein nettes Wochenende verbringen kann. Ostende ist eine kleine malerische Stadt mit unglaublich vielen Fischrestaurants und kleinen niedlichen Cafés an jeder Ecke, die sich entlang einer nicht enden wollenden Seepromenade aneinander reihen. Weitere Orte am Meer, die sich ebenfalls für einen schönen Wochenendausflug eignen, sind Knokke, Blankenberge und De Panne.