[Geheimtipps] 10 versteckte Highlights in London

London hat viel mehr zu bieten als Big Ben, Tower Bridge, London Eye und Piccadilly Circus. Hier finden Sie 10 Geheimtipps für die etwas andere Sightseeing-Tour durch die britische Hauptstadt. Ob Sie nun nach Heathrow (ab 80€ auf Checkfelix) , Gatwick (ab 60€ auf Checkfelix) oder Stansted (ab 41€ auf Checkfelix) fliegen, in nur zwei einhalb Stunden sind Sie per Flugzeug in der Millionenstadt. Ideal also, auch für einen spontanen Wochenendausflug!

Big Ben, Tower Bridge und Co. sind jedem London-Besucher ein Begriff und dürfen auf der Liste der Sehenswürdigkeiten natürlich nicht fehlen. London bietet jedoch so manch andere charmante Sehenswürdigkeit, die in einem gewöhnlichen Reisemagazin nicht zu finden ist. Abseits der touristischen Magnetpunkte, lassen sich in der europäischen Metropole einige versteckte Orte finden, die zwar wenig bekannt, aber umso sehenswerter sind. Echte Geheimtipps eben.

Tipp #1: Dennis Severs’ House

Unser erster Geheimtipp führt Sie in die charmante Londoner Folgate Street ganz in die Nähe des Spitalfield Markets. Dort befindet sich das groteske und zugleich faszinierende Dennis Severs´ House. Vor 33 Jahren kaufte der amerikanische Künstler Dennis Severs das Haus und lebte bis zu seinem Tod darin, ohne elektrisches Licht, Wasser und Strom. Während dieser Zeit stellte er etwas Einzigartiges für Besucher her. Er kreierte eine imaginäre Familie aus dem 18. Jahrhundert.

Die Idee dieses Hauses ist, seine Besucher in die Lage zu versetzen, die mittelalterliche Vergangenheit zu erleben, ja regelrecht zu fühlen. Sobald man das Haus betritt, bewegt man sich in der Vergangenheit, und jeder der Räume sieht wirklich so aus, als ob die Familie, die hier wohnt, nur kurz außer Haus sei. Das Anwesen ist immer noch in privaten Händen, die Türen öffnen aber regelmäßig für interessierte Besucher.

Tipp #2: Sir John Soane’s Museum & Hunterian Museum

Lincoln’s Inn Fields ist der größte öffentliche Park in London und soll die Inspiration für den Central Park in New York gewesen sein. Auf zwei Seiten des Parkes befindet sich Museen, das Sir John Soane´s Museum und das Hunterian Museum. Sir John Soane war Architekt und leidenschaftlicher Sammler von Antiquitäten. Als er seine Heimat verließ wurden die Antiquitäten von der Stadt übernommen und lassen sich jetzt in dem gleichnamigen Museum bestaunen. Die Taschen müssen am Eingang abgelegt werden und es kann schon mal zu einer Warteschlange kommen, da die Räumlichkeiten begrenzt sind.

Genau gegenüber – auf der anderen Seite des Parks – findet man das Hunterian Museum, welches konservierte menschliche Überreste präsentiert und vielleicht kein passendes Ausflugsziel für eine Familie mit kleinen Kindern ist. Falls Sie Fan von Charles Dickens sind, ist noch zu erwähnen, dass sich der Old Curiosity Shop, ganz in der Nähe des Museums befindet.

Tipp #3: The Museum of Brands, Packaging and Advertising

Dieses skurrile Museum in Notting Hill bietet dem Besucher eine einmalige Reise in die Vergangenheit. Robert Opie sammelte seit seinem 16. Lebensjahr Verbraucherobjekte verschiedener Marken, welche allesamt im Museum ausgestellt werden. Insgesamt 12.000 Originalartikel von Shampoo-Flaschen und Waschmittelkartons bis hin zu Spielzeug und Lebensmittelverpackungen aus alter Zeit lassen sich hinter Glasschränken bewundern. Der Besuch im Museum of Brands lässt sich am besten mit einem Besuch im nahe gelegenen Al Waha Restaurant abrunden.

Tipp #4: Speaker’s Corner

Den Sonntagnachmittag sollte man sich für ein wöchentliches Spektakel an einer Ecke im Hyde Park freihalten, welches echte Londoner die „Speaker´s Corner“ nennen. Jeder ist herzlich dazu eingeladen, in der Nähe der U-Bahn-Station Marble Arch seine Reden zu schwingen. Nicht selten kommt es dabei zu wahren Predigten oder Beschimpfungen, denn die Themen behandeln meist Religion und Politik. Es werden aber auch kostenlose Umarmungen angeboten oder Neuigkeiten zum Thema Alien-Invasion ausgetauscht. Übrigens sollen einst auch Karl Marx und Lenin hier gesprochen haben.

Tipp #5: Highgate Cemetery

Apropos Karl Marx, seine letzte Ruhestätte findet man im Norden Londons auf dem Highgate Cemetary. Dieser berühmte Friedhof besticht mit seiner Schönheit und ist in Ost und West aufgeteilt. Am Ostfriedhof können sie das Karl Marx Memorial anschauen, sowie die Grabsteine des Künstlers und Designers Malcom McLaren und des Showmasters Jeremy Beadle besuchen. Am Westende ist es ratsam, an einer Führung teilzunehmen. Das Gebiet ist nämlich sehr bewachsen und uneben – und verirren wollen Sie sich vermutlich dann doch nicht! Alle Eintrittsgelder und Gebühren der Führung kommen übrigens dem Erhalt und der Reparatur des Friedhofs zu Gute.

Karl-Marx-Monument am Highgate Cemetery in London
Eine Büste ziert die letzte Ruhestätte von Karl Marx am Highgate Cemetery in London. Foto: (c) istock.com/LWilk

Tipp #6: London Roman Baths

Niemand weiß so wirklich, ob die Roman Baths tatsächlich römisch sind, aber die Bäder sind eine Kuriosität im Zentrum Londons und durchaus sehenswert. Die Bäder sind außerdem ein echter Geheimtipp, da sie sich nicht so einfach finden lassen und damit vor Menschenmassen gefeit sind. Ganz unbekannt sind sie aber doch nicht, denn immerhin bezieht sich Charles Dickens in „David Copperfield“ auf diese Becken, die regelmäßig von der Hauptfigur genutzt werden.

Tipp #7: Fulham Palace

Hier mal ein Palast in London, den Sie kostenlos besuchen können. Der Fulham Palace war ab dem 11. Jahrhunderts das Landhaus der Londoner Bischöfe. So war er zwar nie ein königlicher Palast, die Bischöfe wurden trotzdem königlich betreut. Unter anderem gibt es ein Museum, welches die Geschichte dokumentiert, eine Galerie mit palast-inspirierter Kunst, das Drawing Room Café, welches von den Einwohnern geliebt wird, und die herrlichen Gärten, die einen Besuch an einem sonnigen Tag wert sind.

Tipp #8: Horniman Museum

Außerhalb des Zentrums, aber nur eine kurze Zugfahrt von der London Bridge entfernt, finden Sie das Horniman Museum. Gegründet wurde das Museum durch den Teehändler Frederick Horniman, der die Mehrheit der ausgestellten Artefakte auf seinen Reisen sammelte. Es ist ein brillantes kulturelles Geschichtsmuseum, das auch noch ein Aquarium, einen Bauernhof und regelmäßige Konzerte unter einem Pavillon bietet. All das und das seltsamste Walross, das Sie je gesehen haben, werden Ihnen einen schönen Tag bescheren.

Tipp #9: Ein Foto mit Churchill und Roosevelt

Auf einer Bank im Zentrum Londons scheinen sich zwei Bronzestatuen zu unterhalten – Abbilder von Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill. Die Mischung aus Sitzgelegenheit und Monument nennt sich „Allies“ und wurde am 2. Mai 1995 enthüllt. Sie gedenkt dem 50 Jahre währenden Frieden nach dem zweiten Weltkrieg. Zwischen den beiden Staatsmännern ist übrigens noch genug Platz für Sie, um sich zu setzen. Das gibt Ihnen auch die Möglichkeit ein lustiges Foto zu schießen und sich für 5 Minuten vom Sightseeing zu erholen. Danach könnten Sie gleich zu den Cabinet War Rooms oder es sich in Winston Churchill´s Chair im Cigar Museum gemütlich machen.

Tipp #10: Guildhall Art Gallery

Dies ist nicht nur ein empfehlenswerter, sondern auch günstiger Tipp, denn seit April 2011 ist der Besuch im Guildhall Art Gallery and the Roman Amphitheatre kostenlos. Es beherbergt Bilder und Skulpturen, welche der Corporation von London angehören.

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