Prag

Top 10 gratis Sehenswürdigkeiten in Prag

In der tschechischen Hauptstadt gibt es jede Menge prunkvoller Attraktionen zu sehen, schließlich wird Prag nicht umsonst als die “Goldene Stadt” bezeichnet. Besonders viel Spaß macht Sightseeing in Prag aus einem Grund: Die wichtigsten Prager Sehenswürdigkeiten sind gratis!

Die Prager Burg

Wer nicht unbedingt Kunstausstellungen oder Theatervorführungen besuchen will, kommt in Prag über weite Strecken fast ohne Geld aus. Erstens lassen sich nämlich viele der Sehenswürdigkeiten durch nette Spaziergänge verbinden. Und zweitens ist der Zutritt zu den meisten Attraktionen kostenlos – nur wer sich manche Teilbereiche ansehen will, muss ein paar wenige Euro auf den Tisch legen.

1. Altstadt von Prag

Die Prager Altstadt ist der ideale Ausgangspunkt für jede Sightseeing-Tour durch Prag. Zum einen starten von dort die meisten Free Walking Tours, zum anderen ist man auch auf eigene Faust schnell bei vielen Attraktionen. Natürlich kann man auch einfach so durch die engen Gassen und über die Plätze schlendern, ganz ohne Zwang die wunderschönen alten Gebäude betrachten, und irgendwo ein kühles Bier trinken oder etwas Leckeres essen.

Der Altstädter Ring in Prag

2. Altstädter Ring, Rathaus und astronomische Uhr

Das Zentrum der Prager Altstadt stellt der Altstädter Ring, ein riesengroßer Marktplatz, dar. Auf dem Staroměstské náměstí befinden sich die Teynkirche mit ihren ungleichen Türmen sowie das Altstädter Rathaus. Zu jeder vollen Stunde versammeln sich an der Fassade des letzteren hunderte Touristen. Der Grund dafür ist die Astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert, die dort angebracht ist und jede Stunde mehr oder weniger spektakulär schlägt.

3. Die Karlsbrücke mit Ausblick auf die Moldau

Nur ein paar Gehminuten von Altstädter Ring entfernt führt die bekannteste Brücke Prags über die Moldau: die Karlsbrücke. An den Rändern der Brücke wurden im Lauf der Zeit insgesamt 30 Statuen aufgestellt, die allesamt Heilige oder Schutzpatronen darstellen.

Auf der einen Seite wird die Karlsbrücke vom Altstädter Brückenturm begrenzt, auf der anderen von den beiden Kleinseitner Brückentürmen, die unterschiedlich hoch sind. Vor allem im Sommer tummeln sich auf der Brücke Maler, Musiker und Verkäufer, die um die Gunst der Touristen buhlen.

Karlsbrücke und Altstädter Brückenturm im Morgengrauen

4. Prager Burg und Veitsdom

Einmal auf der Prager Kleinseite angekommen, ist es nicht mehr weit zur Prager Burg. Auf dem Stadtberg Hradschin befindet sich die imposante Burganlage, die heute dem Präsidenten der Tschechischen Republik als Residenz dient.

Sehenswert ist jedoch nicht nur die Burg an sich, sondern vor allem auch einige weitere Attraktionen innerhalb der Burgmauern. Der Veitsdom etwa ist die größte Kathedrale Tschechiens, gleich daneben ragt ein Obelisk zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkriegs in den Himmel. Etwas weiter liegt das Goldene Gässchen, in dem früher Alchemisten versucht haben, künstliches Gold herzustellen, später hat Franz Kafka dort für einige Zeit gewohnt.

5. Spaziergang zum Aussichtsturm Petrín

Etwas weiter im Süden befindet sich mitten auf dem nächsten Stadtberg, dem Petřín, ein Aussichtsturm, der dem Eiffelturm in Paris nachempfunden ist. Der Spaziergang dorthin führt einen kreuz und quer durch einen wunderschönen Park und dauert etwas mehr als 30 Minuten. Zwischendurch lohnt auch der Blick auf die Moldau und Prag.

Der Eintritt zum Aussichtsturm selbst ist nicht ganz gratis, kostet aber nur rund €4,-. Wer Höhenangst hat, sollte sich das aber ohnehin besser sparen. Obwohl der Turm nur 63 Meter hoch ist, kommt er bei starkem Wind nämlich gehörig ins Schwanken.

Der Aussichtsturm Petrin

6. Das Prager Metronom

Weiter nördlich liegt ebenfalls auf einem Hügel eine weitere Attraktion. Im Letná-Park wurde auf einem riesigen Sockel 1955 das größte Stalin-Denkmal der Welt errichtet. Nachdem es nur sieben Jahre später wieder gesprengt wurde, waren dort im Lauf der Zeit ein Radiosender und ein Rock-Club eingerichtet.

Seit 1991 befindet sich auf dem Sockel des ehemaligen Denkmals ein überdimensionales Metronom. Rund um das Prager Metronom ist heute nicht nur ein beliebter Treffpunkt für junge Leute, die Fläche dahinter hat sich zu einem legendären Skatespot für Skater aus der ganzen Welt entwickelt.

7. Der Prager Pulverturm

Vom Altstädter Ring genau in die entgegengesetzte Richtung kommt man nach wenigen Minuten zum Prager Pulverturm. Der Turm am Platz der Republik diente im 15. Jahrhundert als eines der 13 Stadttore Prags. Zu diesem Zeitpunkt war der Pulverturm noch unvollendet, die Bauarbeiten dauerten nämlich von 1475 bis ins 19. Jahrhundert. Seinen Namen hat der Turm natürlich vom Schwarzpulver, das bis ins 17. Jahrhundert dort gelagert wurde.

Der Prager Pulverturm

8. Wenzelsplatz und Nationalmuseum

Mit einer Länge von 750 Metern und einer Breite von 60 Metern ist der Wenzelsplatz im Zentrum der Prager Neustadt einer der größten städtischen Plätze Europas. In der Mitte des Platzes befindet sich in einem alten Straßenbahn-Waggon ein Café, unweit davon steht das Wenzelsdenkmal, das den Heiligen Wenzel zeigt.

Am südöstlichen Ende des Platzes befindet sich das Nationalmuseum, vor dem sich im Jahr 1969 im Abstand von einem Monat zwei tschechische Studenten verbrannten, um gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts zu demonstrieren. Daran erinnert heute noch ein Mahnmal.

9. Der Prager Fernsehturm in Zizkov

Im Stadtteil Žižkov ragt der Prager Fernsehturm über 200 Meter in die Höhe. Um einen Kontrast zu den altehrwürdigen Gebäuden Prags zu erzeugen, wurde der Turm sehr modern gestaltet. Etwas ungewöhnlich muten Skulpturen von Kleinkindern an, die der tschechische Künstler David Černý entworfen hat. Diese krabbeln die Säulen des Fernsehturms auf und ab. Wer Prag von den Aussichtsplattformen des Turms aus sehen möchte, muss dafür €6,- hinlegen.

Der Prager Fernsehturm in Žižkov

10. Der Burgwall Vysehrad

Wiederum etwas weiter südlich, direkt an der Moldau liegt eine gute Alternative für alle, die den Touristenmassen in der Prager Burg entfliehen möchten: der Burgwall Vyšehrad. Die Gebäude von Vyšehrad sind zwar nicht ganz so prächtig wie jene in der Prager Burg, vor allem die St.-Peter-und-Paul-Kirche und die Sankt-Martins-Rotunde stehen ihnen aber nicht viel nach.

Am wunderschönen Vyšehrader Friedhof liegen jede Menge bekannter Persönlichkeiten begraben. So haben etwa die Komponisten Antonín Dvořák und Bedřich Smetana und der Schriftsteller Jan Neruda dort ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Sollten Sie das alles schon gesehen haben, gibt es in Prag auch einige geheime Attraktionen!

Sebastian Bauer

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