Gestern hat Google ein neues Produkt aus seinen Google Labs vorgestellt. Google City Tours soll zukünftig kurzfristig entschlossenen Touristen beim Planen von Kurztrips in fremden Städten erleichtern. Ich habe mir Google City Tours genauer angesehen und auch über die möglichen zukünftigen Entwicklungen Gedanken gemacht.
.
So funktioniert Goolge City Tours
Gib auf http://citytours.googlelabs.com die Stadt ein für welche du gerne ein Sightseeing Programm hättest. Du kannst auch gleich die Adresse deines Startpunktes angeben z.B. von deinem Hotel (Schottenring 11, 1010 Vienna).
Sekunden später wird automatisch eine 3-Tages Tour mit bis zu 10 Vorschlägen für Aktivitäten pro Tag zusammengestellt. In den meisten Fällen sind es bekannte Museen in den inneren Bezirken der Stadt. Es wird auch die durchschnittliche Gehzeit zwischen den Sehenswürdigkeiten miteinberechnet und besonders praktisch auch die Öffnungszeiten der Museen werden berücksichtigt. Wer steht denn schon gerne am Sonntag vor dem geschlossenen Museum.

Du kannst einzelnen Vorschläge löschen, bzw. eigene hinzufügen. Wenn du Wien gerade offen hast kannst du z.B. im Menüpunkt Add/Remove Sights „Donauturm” eingeben und er wird am letzten Tag an das Programm angehängt.
Vorgeben sind immer 3 Tage. Ab dem aktuellen Datum, das kannst du ändern und auch die Dauer deines Sightseeing Programms kannst du auf bis zu 5 Tage verlängern.
.
Mögliche zukünftige Entwicklungen
Google City Tours ist noch in der Alpha Phase und im Moment kann man nur erahnen wo das noch hinführen könnte. Es ist alleine schon spannend die Idee weiterzuverfolgen.
Werden wir in Zukunft noch Reiseführer aus Papier brauchen? Stellen wir uns vor wir füllen Google mit unseren persönlichen Präferenzen (Kunst, Aktion, Konzerte) und Google City Tours würde diese persönlichen Vorlieben analysieren und mit bestehenden Datenbanken vergleichen und dann praktisch nur mehr eine Auswahl an Vorschlägen für Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten, Konzerte, Ausstellungen, usw. die dich interessieren.
Anschließend kannst du dann noch deine Touren im Netz veröffentlichen und Sehenswürdigkeiten bewerten, neue hinzufügen – so werden mit der Zeit individuelle Touren entstehen, je nach Geschmack.
Wichtig ist natürlich das ganze dann noch auf einem mobilen Gerät (mit GPS) dargestellt wird. Und auch Google hätte damit durchaus einiges an zusätzlicher Macht, schließlich lenkt es dich durch eine fremde Stadt und könnte dich somit „zufällig” an bestimmten Geschäften und Restaurants (zur Mittagszeit) vorbeilenken.
Stellt sich nur die Frage ob wir uns gerne komplett von Google durch die Welt führen lassen wollen, wo bleibt die Zeit für die Spontanität? Doch selbst wenn man dem vorgeschlagenen Programm nicht zu 100 % folgt bietet es sicher gute Anhaltspunkte und Ideen für deine Urlaubsgestaltung, ohne sich gleich einen Reiseführer kaufen zu müssen.
.




